Destinationen hinken Buchungsportalen bei Bewertungen hinterher

Untersuchung zeigt: Chancen werden nur dürftig genutzt

 

Der Einfluss von Hotelbewertungen auf die Hotelauswahl ist enorm. So lesen laut einer Studie von TripAdvisor  80% der potenziellen Gäste mindestens 6 – 12 Bewertungen, bevor sie eine Buchungsentscheidung treffen. Dass Hotelbewertungen buchungsrelevant sind, haben inzwischen auch Urlaubsdestinationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erkannt. Die Bewertungs-Experten von Tourismuspartner haben deshalb die Online-Buchungssysteme von 30 großen Destinationen untersucht. Nur zwei Regionen verzichten auf die Anzeige von Bewertungen in der Unterkunftsliste. Bei fünf Destinationen sind Bewertungen sogar die Standard-Sortierung in der Anzeige von verfügbaren Betrieben.

 

 „Meta-Reviews“ beliebt

 

Die meisten Tourismusorganisationen greifen dabei auf sogenannte „Meta-Reviews“ zurück. Das sind Zusammenfassungen von Bewertungen großer Portalen wie zum Beispiel Booking oder HolidayCheck. Oftmals wird für einen Betrieb neben den Bewertungspunkten auch eine Textanalyse gezeigt. Damit erhalten Nutzer einen schnellen Überblick über Stärken und Schwächen. 

 

Das Problem: Möchte ein potenzieller Gast Detail-Bewertungen zu einem Betrieb oder Nutzerfotos sichten, muss er auf eines der bekannten Bewertungsportale wechseln. Nur fünf der untersuchten Destinationsportale zeigen Bewertungstexte und keines verwendet Bildmaterial von Gästen. Doch gerade diese Informationen sind für die Buchungsentscheidung essentiell. Hier wird wertvolles Direkt-Buchungspotenzial verschenkt. Zusammenfassend kommen die Bewertungs-Experten zum Schluss, dass Destinationen bei der buchungsrelevanten Nutzung von Onlinebewertungen noch deutlichen Optimierungsbedarf haben.